Buchrezension: Bachelor of Time

So ihr Lieben, es ist Zeit für eine Buchrezension. Denn ich wurde von Studienscheiss gefragt, ob ich nicht Lust hätte ihr Buch „Bachelor of Time – Zeitmanagement im Studium“ zu lesen und zu rezensieren. Nach wenigen Tagen war das Buch dann schon im Briefkasten und ich konnte beginnen es zu lesen. Kurz zum Autor selbst: Tim Reichel arbeitet u.a. als Fachstudienberater und coacht dabei Studenten, weswegen er über das Studentenleben und dessen Strapazen sehr gut bescheid weiß. Er gründete 2014 die Plattform Studienscheiss und betreibt auch seinen eigenen Blog, wo man viele nützliche Tipps für Studenten findet.

Zur Aufmachung des Buches: Es ist ein hochwertiges Hardcover, welches schlicht gestaltet ist, mit wenig Schnickschnack und Ablenkung, also auch adäquat zur Intention des Autors: weniger Herumtrödeln, ran an die Arbeit und losgeht’s: In knapp 140 Seiten wird man in die Welt des strategischen Planens und Organisierens eingeführt.

Also nun zum Inhalt: Das Buch ist in 6 Kapitel/Semester und einem Bonuskapitel aufgeteilt. Im ersten Semester lernt man, wie man sich Ziele setzt. Hierzu greift der Autor u.a. auf die SMART-Methode zurück, welche besagt, dass die festgelegten Ziele immer spezifisch, messbar, angemessen, realistisch und terminiert sein sollten.  Was aber ebenso wichtig ist, seien die Prioritäten, die man sich setzen müsse. Denn nur, wenn man seine Ziele und Aufgaben nach Priorität ordne, schafft man, laut Autor, die Klausuren oder Studienarbeiten am Ende des Semesters. Hier erläutert Tim Reichel einige sehr interessante Ansätze, zum Beispiel die „eat the frog“-Mehtode von Brian Tracy. Dies bedeutet im Prinzip, dass man immer mit der für einen als am schwierigsten empfundene  Aufgabe am Tag beginnen soll. Außerdem lernt man in diesem 2. Kapitel, wie man seine to-do Liste nach der ABC-Methode ordnen kann. Auch das Planen bekommt hier ein eigenes Kapitel, in dem man lernt, dass man langfristige Pläne schreiben soll, um diese dann bis zum Tagesplan herunterzubrechen. Die tägliche to-do-Liste kann man dann hier noch optimieren, indem man die Dauer der einzelnen Aktivitäten schätzt, und bei zu langen Listen solle man auch lernen unwichtiges einfach zu streichen. Im 4. Semester lernt man dann, wie man endlich mit dem Lernen anfängt. Für richtige Prokrastinierer, werden einige Methoden vorgestellt, wie man sich selbst austricksen kann, wie z.B. die First-Brick-Methode. Anschließend wird einem der Unterschied zwischen Effizienz und Effektivität vor Augen geführt. Ersteres bedeutet nämlich die Dinge richtig zu tun und Letzteres, die richtigen Dinge zu tun, ja da kann man schon ein Mal durcheinander kommen. Hier präsentiert der Autor die Pomodoro-Technik:  Man soll sich eine Stoppuhr auf 25 Minuten stellen. In dieser Zeit arbeitet man fokussiert an seiner Aufgabe, danach soll man sich 5 Minuten Pause gönnen. Nach drei Durchläufen soll man dann 30 Minuten pausieren. Dies sei eine sehr produktive Methode, da man sich dadurch schrittweise kleine Deadlines setzt. Im letzten Semester lernt man, wie man sich neue Gewohnheiten antrainiert. Der Autor legt hier Wert darauf, dass man es Schritt für Schritt angeht und sich nicht gleich 5 große Gewohnheiten auf ein Mal eintrichtert, was am Ende sowieso nichts bringe. Es geht ihm viel mehr darum kleine Gewohnheiten in schon vorhandene Routinen einzufädeln. Im Bonuskapitel stehen dann noch 30 motivierende Sätze, falls man mal doch eine Motivationskrise hat. Am Ende eines jeden Kapitels/Semesters stehen außerdem noch Aufgaben, die man erledigen soll, um endlich durchzustarten und weitere Lektüretipps zu den besprochenen Themen.

Meine Meinung: Ich muss ehrlich sagen, dass ich bei diesem Buch keine hohen Erwartungen hatte, da ich dachte, dass hier eher allgemeine Weisheiten, die man sowieso schon kennt, nochmal neu aufgewärmt worden sind. Beim Lesen war ich dann überrascht, dass man doch viel neues dazu lernt. Ich studiere Medizin und in diesem Studiengang wird man quasi gezwungen sich selbst ordentlich zu organisieren, weil man sonst in der riesigen Stoffmenge einfach eiskalt untergehen würde. Dies trifft sicher auch auf alle anderen Studiengänge zu. Hier ist Organisation nun ein Mal der Schlüssel zum Erfolg. Deshalb dachte ich, ich wäre schon ganz gut darin, meine Termine und Aufgaben effektiv zu planen. Aber man lernt dann doch immer dazu, vor allem zum Thema to-do-Listen schreiben (ich sag‘ nur unrealistische to-do-Listen, die kennt jeder und die demotivieren nur). Ich habe mir dann direkt beim Lesen immer mal die Sachen markiert, die ich im nächsten Semester mal Testen möchte. Generell fand ich das Buch sehr motivierend, auch wenn ich ein Mensch bin, den man recht schnell motivieren oder faszinieren kann. Da bekommt man direkt Lust loszulegen und einen neuen Planer anzufangen. Der Schreibstil ist sehr angenehm, sodass man das Buch schnell durchgelesen hat und dann direkt starten kann. Nur „doof“, dass ich im Moment doch tatsächlich mal so richtig frei habe. Aber so kann ich mich schon auf das kommende klinische Semester freuen 🙂 Ich kann das Buch also weiterempfehlen, wenn man entweder gar keine Ahnung hat wie man sein Studium organisieren soll oder wenn man, so wie ich, denkt dass man es ganz gut kann aber doch das ein oder andere noch optimieren möchte. Der Preis von fast 20€ ist vielleicht etwas happig, aber man kann auch auf die günstige E-book-Variante zurückgreifen. Ich bin auch schon neugierig auf die anderen Bücher und werde mich mal ein wenig mehr mit diesem Thema beschäftigen, solange ich noch Zeit dafür habe. Ich hoffe ich konnte euch einen guten Einblick in „Bachelor of Time“ geben!

Bis bald 🙂

P.S.: Das Buch wurde mir netterweise kostenlos zur Verfügung gestellt und ich habe dann hier und auf Instagram darüber geschrieben.

 

 

2 Gedanken zu “Buchrezension: Bachelor of Time

  1. Tim schreibt:

    Hey,

    vielen Dank für die ehrliche und ausführliche Rezension!

    Ich wünsche dir noch viele Spaß mit dem Buch und jede Menge Erfolg für dein Studium. 🙂

    Liebe Grüße
    Tim

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